Schönborn-Gymnasium nahm bei Jugend Forscht teil

(Mars-)Mission erfolgreich

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Auch dieses Jahr war das Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium aus Münnerstadt beim Regionalwettbewerb Jugend Forscht, der im Industriecenter Obernburg (ICO) stattfand, erfolgreich vertreten. Alle drei Teams konnten einen Preis mit nach Hause nehmen, Leonard Benkert und Yannis Wüst landeten mit ihrer „Marsmission“ sogar auf dem dritten Platz im Bereich Technik.

Jugend Forscht feierte ein großes Jubiläum: seit 50 Jahren gibt es diesen Wettbewerb, der Nachwuchstalenten und Tüftlern die Möglichkeit gibt, ihre Ideen zu präsentieren. Alle drei Jahre findet der Regionalwettbewerb am Untermain statt, diesmal in Obernburg im dortigen Industriecenter. 152 Teilnehmer aus ganz Unterfranken waren dabei, sie stellten 84 Projekte vor. Die jüngeren Teilnehmer, wie die sieben Schüler des Schönborn-Gymnasiums, starteten in der Sparte „Schüler experimentieren“.

Jörn Parussel (14) aus Bad Kissingen, Luis Sandwall (13) und Max Poppe (12), beide aus Aschach, hatten ihr Projekt „Bleib doch mal im Glas“ im Bereich Arbeitswelt vorgestellt. Sie untersuchten, warum und wann der Trinkhalm aus kohlesäurehaltigen Getränken herausrutscht und stellten fest, dass es von der Höhe des Glases und dem Getränk abhängt. Als Lösung präsentierten sie einen mit Alufolie umwickelten Trinkhalm, der dem Auftrieb standhielt. Die Gruppe erhielt ein Jahresabonnement der Zeitschrift Geolino.

Die zwölfjährigen Zwillinge Simona und Patricia Rose aus Burghausen stellten Überlegungen zur Speicherung von Solarenergie an. Sie wollten herausfinden, ob die Solarenergie durch Anheben einer Last gespeichert werden kann und diese Energie durch Absinken der Last bei Bedarf wieder zurückgewonnen werden kann. Dazu hatten sie ein Modell gebaut, bei dem durch Licht über eine Zahnräderkonstruktion ein Gewichtstückchen angehoben wurde, das beim Absinken wieder ein Lämpchen zum kurzzeitigen Aufleuchten brachte. Sie erhielten den mit 75 Euro dotierten Sonderpreis für erneuerbare Energien.

Yannis Wüst (12) und Leonard Benkert (13), beide aus Münnerstadt sind von der NASA-Mission, Rover auf den Mars zu schicken, begeistert gewesen und fragten sich, warum die Rover alle so groß und langsam sind. Sie glaubten, dass kleine, wendige Rover besser geeignet wären und bauten einen großen und einen kleinen Lego-Roboter, die sie beide mit verschiedenen Sensoren ausstatten. Sie testeten die Roboter auf ihre Fähigkeiten und nutzten dabei ein spezielles Programm, dass die Bewegung aufzeichnete. Mit ihrer „Marsmission“ konnten sie im Bereich Technik den 3. Preis erzielen und erhielten 45 Euro.

Die Siegerehrung moderierte Axel-Robert Müller vom Bayerischen Rundfunk sehr unterhaltsam, dazwischen trat ein „Physik-Professor“ von der Gruppe „Die Physikanten“ auf und zeigte spannende und teilweise knallende Experimente, so dass die dreistündige Preisverleihung wie im Flug verging. Schulleiter Oberstudiendirektor Joachim Schwigon und Betreuungslehrerin Oberstudienrätin Petra Bieber freuten sich mit den Teilnehmern des Schönborn-Gymnasiums über ihren Erfolg, alle drei Gruppen konnten schließlich im Gegensatz zu vielen andern Teilnehmern, einen Preis mit nach Hause nehmen.

Während des Wettbewerbs waren drei Film-Teams vor Ort, unter anderem wird demnächst eine Reportage bei BR Alpha gezeigt werden, in der auch die Schönborn-Schüler zu sehen sind. Im Internet gibt es verschiedene Trailer zum Wettbewerb. Unter der Seite www.jugend-forscht-unterfranken.de finden sich die Links dazu.

Bild: Schulleiter Joachim Schwigon (links) und Betreuungslehrerin Petra Bieber (rechts) mit den Teilnehmern des Schönborn-Gymnasiums vor der Siegerehrung. Noch war die Anspannung groß, nach der Siegerehrung gab es strahlende Gesichter bei den jungen Forschern. Dabei waren (vorne von links) Luis Sandwall, Simona und Patricia Rose, (hinten von links) Leonard Benkert, Jörn Parussel, Max Poppe und Yannis Wüst.