Schönborn-Gymnasium Münnerstadt erhält Schulpreis beim Regionalwettbewerb

Mit tollen Ideen präsentierten sich die Teilnehmer beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, der diesmal in Bessenbach ausgetragen wurde. Das Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt wurde für fünf eingereichte Projektarbeiten ausgezeichnet und Schulleiter Joachim Schwigon durfte dafür ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro entgegennehmen.

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In diesem Jahr konnte Wettbewerbsleiter Joachim Fertig 114 Teilnehmer aus Unterfranken begrüßen, die 75 Projekte vorstellten. Darunter waren neun Schülerinnen und Schüler aus der Unterstufe des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums, die in der Alterssparte „Schüler experimentieren“ in den Fachgebieten Technik, Physik und Biologie antraten.

Zum zweiten Mal haben Frederik Dürr aus Reichenbach und der Burgläurer Linus Ziegler einen Tafelwischroboter gebaut. Fünf sich drehende Schwämme, angebracht an einem durch Lego-Motoren bewegten Holzbrett, sollen für Sauberkeit auf der Tafel im Klassenzimmer sorgen. „Wir wischen einfach nicht gerne die Tafel“, erklärten die Siebtklässler der Moderatorin bei der Preisverleihung. Leider hatten die beiden Tüftler immer wieder technische Aussetzer zu beklagen, insbesondere dann, wenn die Juroren ihren Stand besuchten. Dennoch würdigten diese das Projekt mit dem dritten Preis im Fachbereich Technik und so konnten sich Frederik und Linus über ein Preisgeld in Höhe von 45 Euro freuen.

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Mit drei Projekten war das Schönborn-Gymnasium Münnerstadt im Fachbereich Physik vertreten und in einem Gespräch mit der Betreuungslehrerin Oberstudienrätin Petra Bieber lobte Physik-Juror Dr. Michael Müller die einfallsreichen Projekte, mit denen die Schule seit vielen Jahren immer wieder am Regionalwettbewerb vertreten ist.

Maja Rippstein (10 Jahre) aus Münnerstadt hat sich mit dem Thema „Spinnennetze“ beschäftigt. Die Fünftklässlerin hat dazu verschiedene Netztypen nachgebaut und mit Hilfe von Gewichten auf ihre Belastbarkeit untersucht. Sie erhielt dafür einen Buchpreis und begeisterte bei der Preisverleihung das Publikum mit ihren originellen Antworten auf die Fragen der Moderatorin.

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„Physik kann richtig Spaß machen“, so würdigte der Wettbewerbsleiter Joachim Fertig das Projekt „Der ultimative Papierflieger“ von Julian Engelhardt (Bad Kissingen) und Tobias Ernst (Bad Bocklet). Die beiden Fünftklässler hatten zwanzig verschiedene Papierflieger gebaut und deren Reichweite verglichen. Anschließend suchten sie nach Gründen, warum der eine besser ist als der andere und versuchten die Modelle zu verbessern. „Baut eine Abschussrampe und kommt nächstes Jahr wieder“, so der Juror Dr. Müller, dem die Arbeitsweise der beiden zehn- und elfjährigen Schüler sehr gut gefallen hat.

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Eine „Warmwasserwalze“ haben Thorben Ossig, Pauline Schnidtmann und Antonia Wolf (alle aus Bad Neustadt) gebaut. Sie bauten ein Modell, bei dem das Wasser trichterförmig auf zwei senkrechte Turbinen zuläuft. Dieses Minikraftwerk testeten sie in der Saale und konnten damit Strom gewinnen. Die drei Sechstklässler wurden für ihre Idee von Dr. Müller sehr gelobt und bekamen gute Hinweise, wie sie ihren Prototyp weiter verbessern können.

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Im Fachbereich Biologie trat Jan Matejsek (13 Jahre) aus Steinach an. Er stellte sich die Frage „Prima Klima oder Wüste im eigenen Garten?“. Immer mehr Naturgärten werden zu Steinbeeten umfunktioniert. Der Siebtklässler untersuchte die Biodiversität beider Beete, indem er die Temperaturen und Artenvielfalt von Insekten über einen längeren Zeitraum verglich. Dabei fand er heraus, dass Steinbeete eine pflegeleichte Wüste sind, dies aber auf Kosten der Artenvielfalt. Die von Studienrat Roland Biernacki betreute Arbeit wurde mit einem Jahresabonnement der Zeitschrift „Geolino“ ausgezeichnet.

OStRin Petra Bieber

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