Studienfahrt der 10. Klassen nach München im Rahmen des Sozialkundeunterrichts 

Am Donnerstag, den 9. Juli 2015, konnten sich 32 Schüler/-innen unserer 10. Klassen einen exklusiven Eindruck von unserer Staatsregierung machen und ihre theoretischen Kenntnisse der politischen Ordnung Bayerns um viele praktische Inhalte, Ansichten und Eindrücke erweitern.

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„Neue unterfränkische Kultusministerin inkl. Beraterstab.“
Schüler-/innen und Lehrkräfte des Schönborn-Gymnasiums am Schreibtisch des Staatsministers Dr. Ludwig Spaenle, MdL

Auf Einladung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung machten wir (32 Schüler/-innen der 10. Klassen sowie die beiden Lehrer, Frau StRin Fensel und Herr StR Karch) uns frühmorgens per Bus auf den Weg nach München zum Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in der Salvatorstraße, wo wir nach einer reibungslosen Hinfahrt um 9:45 Uhr in Empfang genommen wurden.

Frau StRin Lauterbach von der Landeszentrale, die uns souverän und bestens gelaunt durch den „Lernort“ führen sollte, begrüßte uns aufs Herzlichste im „StMUK“ und geleitete uns in den Sitzungssaal des Hauses.  Dort erläuterte sie uns, nach einem kleinen, aber reichlichen „bayerischen“ Frühstück, den organisatorischen Aufbau des Hauses und stellte auch die grundsätzliche Arbeitsweise eines Staatsministeriums vor. Während des sich anschließenden, ebenso informativen wie kurzweiligen Überblicks über das Regierungssystem in Bayern, konnten unsere Schüler-/innen (sehr zur Freude ihres Sozialkundelehrers ;) wiederholt unter Beweis stellen, dass sie sich mit der Materie schon bestens auskennen und auch alle wichtigen Vertreter unserer politischen Ordnung in Bayern – vom Staatssekretär bis hin zur Landtagspräsidentin – (er-)kennen; StRin Lauterbach wurde nicht müde, das immer wieder lobend und motivierend zu erwähnen.

Dank der Persönlichen Referentin des Staatsministers, Frau StDin Dr. Scherbaum, konnte unsere Gruppe im Anschluss einen ganz besonderen Blick „hinter die Kulissen“, nämlich in das Büro und Sitzungszimmer des Staatsministers,werfen. Frau Dr. Scherbaum, die sich spontan sehr viel (ihrer knapp bemessenen) Zeit für uns nahm, beantwortete gut gelauntalle denkbaren Fragen zur Arbeitsweise des Ministeriums und führte uns mit anschaulichen Beispielen in den (für viele erschreckend) arbeitsintensiven Tagesablauf ihres „Chefs“, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, sowie die mitunter recht „knifflige“ Arbeit einer Persönlichen Referentin ein.

Ab 12 Uhr folgten unsere Schüler-/innen gespannt dem fachlich versierten und instruktiven Vortrag des Leitenden Ministerialrats im Referat I.7, Herrn Dr. Backert, zu dem von uns gewünschten Thema: „Kooperativer Föderalismus“. Auch Herr Dr. Backert, ausgewiesener Experte im der Bereich der Grund- und Bundesgesetze, nahm sich noch etwas mehr Zeit für uns als geplant und beantwortete am Ende seines Vortrags (teils mit der unverkennbaren Ironie eines Juristen) alle aufkommenden Nachfragen zum doch recht „weiten Feld“ des bundesdeutschen Föderalismus – bis hin zu der Frage nach „außerbayerischer Intelligenz“… man kann sie wohl nicht ausschließen. 

Nach einem Mittagessen in der Kantine des Ministeriums, zu der wir von der Landeszentrale eingeladen wurden, begleitete uns Frau Lauterbach durch einen unerwarteten Sommerregen zur nahegelegenen Staatskanzlei und erläuterte uns dort in einer rund 90minütigen, anschaulichen und unterhaltsamen Führung alle interessanten Aspekte dieses Hauses – von seiner Geschichte, über die „Kunst am Bau“, bis hin zu seinen hochmodernen Räumlichkeiten. Am Ende dieses ersten aber hoffentlich nicht letzten „Lernort“-Besuchs durch unser Gymnasium durften alle Schüler-/innen einmal am „Kabinettstisch“ im Ministersaal Platz nehmen und dort in die Rolle einer Staatsministerin, eines Amtschefs oder unseres Ministerpräsidenten schlüpfen. 

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„Das Schönborn-Kabinett. Unterfranken beseitigt Regional-Proporz.“
Schüler/-innen des Schönborn-Gymnasiums am Kabinettstisch in der Bayerischen Staatskanzlei

Nach zwei „freien“ Stunden in der Landeshauptstadt machte wir uns schließlich – um viele Eindrücke reicher, aber auch sehr müde – auf den Heimweg nach „Mürscht“, wo wir (nach einigen Stau-Umfahrungen) dann auch gegen 23:30 Uhr ankamen. 

StR Daniel Karch