Sehr geehrte Redaktion!

In der Mainpostausgabe vom Samstag, den 02. Februar 2013, wurde von Ihnen ein Artikel über die möglichen neuen Standorte des BBZ geschrieben.

Ich habe mich sehr über die Größe des Artikels von fast einer Seite in Wort- und Bildberichterstattung gefreut.
Der Inhalt des Artikels bezog sich auf eine Podiumsdiskussion am Johann-Philipp-von-Schönborn Gymnasium in Münnerstadt, die zwischen ca. 150 Schülern und Herrn Bürgermeister Helmut Blank, am Freitag, den 01.02.2013 stattfand. Ziel der Diskussion war es, die Meinung der Schüler bezüglich der Standortdiskussion für den Neubau des BBZ, gegenüber dem Bürgermeister darzulegen und ihr mittels Presse Gehör zu verschaffen.
Sie haben Recht, dass einige wenige Schüler, vor allem in den jüngeren Jahrgängen, mit Vorurteilen gegenüber dem BBZ zu kämpfen haben. Dies war mitunter Sinn dieser Diskussion, alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen und Vorurteile und Bedenken auf beiden Seiten auszuräumen.
Ich vermisse in ihrem Artikel eine genauere Ausführung unserer sachlichen Argumente. Ich würde mir wünschen, dass mehr Wert auf qualifizierte Argumentationen der älteren Jahrgänge gelegt wird, weniger auf unqualifizierte Aussagen von unseren Nachwuchsschülern, die wir bereits während der Diskussion entkräftet haben.
Es wird definitiv keine „Gettoisierung" stattfinden. Diese bereits in der Diskussion von Schülerseite entkräfteten Aussagen jedoch bilden einen Schwerpunkt ihres Artikels, weshalb der eigentliche Kern der Diskussion in unseren Augen zu stark vernachlässigt wird.
Die „Message" dieser Diskussion sollte nicht sein und war es auch nicht, dass wir Gymnasiasten uns als zu elitär ansehen, um mit den Schülern des BBZ einen gemeinsamen Schulalltag zu bestreiten oder gar dass unsere Angst vor Veränderung zu groß sei. Gerade wir älteren Jahrgänge haben die gewaltige Beeinträchtigung im Schulalltag durch Baulärm, beispielsweise der Beeinträchtigung der Qualität des Unterrichts und des Konzentrationsverlustes der Schüler bei Leistungserhebungen, während der Generalsanierung unserer Schule miterlebt und können daher beurteilen welche negativen Folgen ein Neubau in unmittelbarer Nähe unserer Schule hätte. Wie die nahe Vergangenheit zeigte, schrumpften außerdem die Anmeldezahlen beispielsweise während der Generalsanierung des Gymnasiums um rund ein Drittel. Darüber hinaus wäre der Verlust der Freizeit- und Bewegungsflächen um das Gymnasium und das Studienseminar eine erhebliche Abwertung beider Standorte, sollte der Bauplatz auf dem Gelände des Studienseminars oder auf dem Sportgelände des Gymnasiums als Standort für den Neubau des BBZ gewählt werden.
Eine große Sorge der Schüler des Gymnasiums ist, dass der Erhalt des BBZ für die Stadt Münnerstadt, sollte einer der Bauplätze gewählt werden, der das Gymnasium unmittelbar betrifft, von der bereits bestehenden, gut funktionierenden Schule auf lange Sicht gesehen seinen Tribut fordern wird.

 

Abschließend ist es unser wichtigstes Anliegen klarzustellen, dass die Sichtweise auf unsere Schule, die mancher Leser durch den Artikel gewonnen haben mag, nämlich dass die Schüler des Gymnasiums sich als höherwertiger gegenüber den Schülern des BBZ betrachten, absolut nicht zutrifft. Die Argumentation der Schüler entwickelte sich während der Diskussion sachlich in eine völlig andere Richtung, entgegen des Eindrucks der beim Lesen des Artikels bei einigen Lesern entstand.

Mit freundlichen Grüßen
Die Jahrgangsstufensprecher der Q12